Hungertuch 2021

Hungertuch 2021 <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Lilian&nbsp;Moreno&nbsp;Sanchez&nbsp;)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-aarberg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1170</div><div class='bid' style='display:none;'>15789</div><div class='usr' style='display:none;'>350</div>
Von Aschermittwoch, 17. Februar bis Ostersonntag, 4. April 2021 finden Sie das Hungertuch «Du stellst meine Füsse auf weiten Raum – die Kraft des Wandels» von der chilenischen Künstlerin Lilian Moreno Sanchez in der reformierten Kirche Büren ausgestellt. Ebenfalls liegen Meditationshefte mit dem Titel «Zerbrechlich» zum Mitnehmen auf.
Hungertuch 2021
Der gebrochene Fuss sticht in diesem dreiteiligen Bild ins Auge. Als Grundlage diente der Künstlerin Lilian Moreno Sanchez ein Röntgenbild. Es zeigt den Fuss eines Menschen, der im Oktober 2019 in Chile gegen die soziale Ungleichheit im Land demonstrierte und dabei von Sicherheitskräften verletzt wurde. Dieser Fuss steht für die Verletzlichkeit der Menschen, aber auch für die Verletzlichkeit der Systeme, in denen wir uns bewegen. Die Schöpfung als Summe und Grundlage allen Lebens ist seit längerem durch die menschengemachte Klimaerwärmung bedroht. Dabei zeigt sich, dass wir Menschen nebst unserer eigenen Verletzlichkeit auch andere verletzen können. Gerne geht vergessen, dass die Verwundbarkeit von Natur und Mensch in gegenseitiger Abhängigkeit steht und eine intakte Schöpfung die Voraussetzung für gesundes Leben ist. Im Bild kommt mit den goldenen Blumen und Nähten zum Ausdruck, dass wir nicht im Leiden verharren sollen, sondern aufgerufen sind, Wege in den weiten Raum der Solidarität, der Hoffnung und der Liebe zu gehen.

Künstlerin
Lilian Moreno Sanchez, geboren 1968 in Chile, studierte Bildende Kunst in Santiago de Chile. Der Stoff, den sie für das Hungertuch 2021 verwendete, stammt aus einem Krankenhaus. Zeichen der Heilung sind eingearbeitet: goldene Nähte und Blumen als Zeichen der Solidarität und Liebe. Leinöl im Stoff verweist auf die Frau, die Jesu Füße salbt (Lk 7,37f.) und auf die Fußwaschung (Joh 13,14ff.). Der Titel des Hungertuches ist «Du stellst meine Füsse auf weiten Raum – Die Kraft des Wandels». Der erste Teil des Titels ist ein biblisches Zitat aus Psalm 31 Vers 9. Der Psalm 31 ist ein Dank- und Klage-Lied einer Beterin umgeben von Feinden, die sie verfolgen. Sie fühlt, wie der Boden unter ihren Füssen weggezogen wird und die ganze Welt, die einmal Sicherheit bot, ins Wanken gerät. Der Psalm endet aber nicht mit dieser Feststellung, sondern mit dem Aufatmen der Beterin, das in Vers 9 festgehalten ist: Gott, du stellst meine Füsse auf weiten Raum.

Meditationsheft «Zerbrechlich»
Weitere anregende Gedanken zum Hungertuch 2021 finden Sie im Meditationsheft «Zerbrechlich» mit Texten von Veronika Jehle. Sie liegen in der Kirche auf.